Tobias Hölterhof ist Professor für Erziehungswissenschaft an der Katholischen Hochschule NRW in Köln.

Hinweis auf einen Termin:

Junges Forum für Medien und Hochschulentwicklung (JFMH)

Am 29.07.2019 in Weingarten

Im Rahmen des Jungen Forum für Medien und Hochschulentwicklung (JFMH) von dghd, GMW, GI und DGfE halte ich am 30.07.2019 einen Vortrag zum Thema „Falsche Menschen und täuschend ähnliche Roboter: Bildung in anthropomorphen Welten“ am Institut für Bildungscoaching der Pädagogischen Hochschule Weingarten.

Vortrag:

Soziale Agenten, künstliche Intelligenz und humanoide Roboter: Bildungsphilosophische und medienethische Annäherung an den Anthropomorphismus einer digitalen Welt

Gehalten am 28.06.2019 in Magdeburg
 

Tagungsbeitrag auf „Ethik und Fragen der Verantwortung in Zeiten der Digitalisierung“, Theorieforum der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE).

Je mehr das Digitale die menschliche Alltäglichkeit durchdringt, umso mehr scheint es menschenähnlicher zu werden. Schon der Begriff der Maschine weist anthropomorphe und den Menschen substituierende Tendenzen auf, indem Maschinen menschliche Arbeit ersetzen können. Damit nimmt die Maschine eine nicht unbedeutende Position in einer modernen Gesellschaftsstruktur ein, in der der Beruf und die Berufsarbeit als zentraler /fait social/ alle Dimensionen einer Gesellschaft durchdringt. Was den Computer angeht, so konkretisiert Alan Turing die Frage, inwiefern Maschinen denken können, durch ein Spiel, in welchem eine Maschine die Rolle eines menschlichen Spielers einnimmt.

Publikation:

EduArc: Eine Infrastruktur zur hochschulübergreifenden Nachnutzung digitaler Lernmaterialien

Veröffentlicht im Jahr 2019

Kerres, Michael; Hölterhof, Tobias; Scharnberg, Gianna; u. a. (2019): „EduArc: Eine Infrastruktur zur hochschulübergreifenden Nachnutzung digitaler Lernmaterialien“. In: Synergien. 7, S. 64–67, DOI: 10.25592/issn2509-3096.007.014.

Weblog-Eintrag:

Digitalisierung und Begegnung

Geschrieben am 06.04.2019

Im Kontext der Erhebungen und Auswertungen des Vielfaltsbarometers der Robert Bosch Stiftung wird deutlich, dass die Menschen dort die Vielfalt ihrer Mitmenschen besser akzeptieren und tolerieren, wo auch schnelles Internet verfügbar ist. Diese signifikante Korrelation zwischen dem gemessenen Vielfaltsgesamtindex und der Verfügbarkeit einer Internetanbindung von mindestens 50 Mbps ist ein spannendes Ergebnis dieser Studie. Freilich bleibt es eine Vermutung, wenn die Autorinnen und Autoren der Studie dieses Ergebnis als Widerspruch zur scheinbaren Dominanz von Hatespeech und Fake News in Sozialen Medien positionieren und statt dessen nahelegen, dass das Internet zur Begegnung der Menschen beiträgt.

Vortrag:

Forschen mit Code: Digitale Methoden in Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung

Gehalten am 09.11.2018 in Berlin
 

Posterpräsentation auf „Zur Lage der postgradualen Methodenausbildung in Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung“, Workshop der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE).

Trotz der hohen Entwicklungsdynamik und Heterogenität der jeweiligen sozialen, kulturellen und politischen Ausprägungsformen des Digitalen lässt sich ein gemeinsamer Nenner bestimmen: Es ist der Code (vgl. Lessig 1999, 2010), der den digitalen Architekturen zu Grunde liegt und die Infrastruktur sowie die immer komplexer werdende „Algorithmizität“ (Stalder 2016) umspannt. Es scheint uns von gesteigerter Bedeutung, danach zu fragen, wie das Digitale den Forschungsprozess in epistemologischer Hinsicht durchdringt. Softwarecode schreibt sich mehr und mehr in den Forschungsprozess ein und besitzt ein Potential zur Gestaltung aber auch zur Verschleierung.

Weblog-Eintrag:

Die Tiefe der Oberfläche

Geschrieben am 27.10.2018
 

Oberflächen sind spannende Ort: Sie schaffen Grenzen und markieren den Übergang von einer Sphäre zur nächsten. Die Oberfläche wird dabei zur Metapher für Heterogenität. Konstitutive Aspekte einer Erscheinungsform enden mitunter abrupt und schaffen Raum für einen neuen Zustand: das Flüssige trifft auf das Feste, das Feste auf das Gasförmige und so fort. Damit endet auch das Identische sowie die Selbstverständlichkeit des „idem et idem“, mit der sich das Immergleiche wiederholt.

Publikation:

Digitale Optionen für agile und unstetige Bildungsprozesse: Gestaltung einer sozialen Lernumgebung für die Hochschullehre

Veröffentlicht im Jahr 2018

Hölterhof, Tobias (2018): „Digitale Optionen für agile und unstetige Bildungsprozesse: Gestaltung einer sozialen Lernumgebung für die Hochschullehre“. In: Getto, Barbara; Hintze, Patrik; Kerres, Michael (Hrsg.) Digitalisierung und Hochschulentwicklung: Proceedings zur 26. Tagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft e.V. mit elearn.nrw. o.V., S. 106–118. — ISBN: 978-3-8309-3868-2

Weblog-Eintrag:

Collaborative platform for reporting textbook errors (#oahack)

Geschrieben am 08.05.2018
 

I recently joined an open access hackathon at the MIT and got the chance to contribute to a project concerning open educational resources. While OER is a broad subject reaching from the creation of open resources by teachers or lecturers to their open distribution, especially reusing and revising them shows the collaborate potential of openness. A nice idea from Daniel Gracia fits well in that spectrum while at the same time demonstrating the benefits of open collaboration on educational resources.

Publikation:

Getting in Touch at a Distance: Encounter as a Philosophical Concept for Distance Education

Veröffentlicht im Jahr 2018

Hölterhof, Tobias (2018): „Getting in Touch at a Distance: Encounter as a Philosophical Concept for Distance Education“. In: American Educational Research Association# (AERA Online Paper Repository).

Weblog-Eintrag:

Getting in Touch at a Distance: Handout to my Talk at AERA 2018 in New York City

Geschrieben am 13.04.2018
 

Encounter refers to a degree of proximity, while distance education is characterised by the remoteness of learners. Questioning this apparent contradiction unveils the possibility of fostering deeper meaning through social learning and computer-mediated communication within distance education. Drawing on a structural comparative analysis of philosophical and psychological concepts of encounter, this submission investigates encounter as an existential principle of education and analyses its appropriateness within online distance education. Exceeding the bare experience of others, encounter is anchored within the deeper understanding of a person or an object.