Weblog von Tobias Hölterhof

Was ist ein "TiddlyWiki"?

"TiddlyWiki" ist eine sehr interessante Entdeckung, die ich in den letzten Wochen gemacht habe. Ein Tool um Notizen zu machen nutzt ja inzwischen fast jeder, sei es Evernote, Tomboy usw. Mich haben dabei insbesondere Wikis interessiert. Es gibt da durchaus eine ein paar Nischenprodukte die versuchen ein persönliches Wiki bereitzustellen: also ein Wiki, welches eher privat als online ist und dennoch aber mit CamelCase arbeitet, Seiten quasi On-the-Fly aufgrund von Schlagworten erstellt und wilde, chaotische Links zwischen allerlei Unterseiten unterstützt. Ein sehr innovatives und originelles Stück Software ist da "TiddlyWiki", dessen Bekanntheit ich hiermit erhöhen möchte.

Der nackte Wahnsinn im Kölner Schauspielhaus

Für mich lebt Theater oft aus dem Augenblick. Hier gibt es keine Repeat-Tasten, keine Wiederholungen und Schnappschüsse als Souveniers. Um so schöner ist es dann, wenn diese Augenblicklichkeit nicht nur das Stück, sondern auch den Abend und die Umgebung erfüllt. Theaterstücke können derart überschwappen, so dass die Grenzen zwischen Improvisation und Aufführung, zwischen Bühne und Publikum verschwimmen. Bei der gestrigen Aufführung von ¨Der nackte Wahnsinn¨ im Kölner Schauspielhaus -- welches ja zur Zeit im Schanzenviertel überwintert -- fügten sich diese Facetten zu einem sehr schönen Gesamtgefüge zusammen.

Connecting PLEs

On Friday I presented and discussed our paper about connecting Personal Learning Environment at the PLEConf in Berlin. The main assumption of the conceptual study is the need to connect learners PLE which leads to the interpretation of the role of institutions Learning Management System as a “bridge” between PLEs. The term “bridge” origins from graph theory and indicates a critical line in a graph connecting parts of a graph that would otherwise be separated. The idea of the paper is to use bridges as metaphor for institutions learning platform, that means to realise those systems according to that metaphor.

Zur Interpretation der Statusangaben bei Sendungsverfolgung von Pakteten

Am Ende der meisten Online-Einkäufe geht ein Paket auf die Reise. Und mit zunehmender Digitalisierung unseres Alltags wird auch das Erwarten und die Vorfreude auf Pakete digital zelebriert, indem jeder Schritt in der Sendungsverfolgung genau beobachtet werden kann. Die meisten Online-Shops schicken den Link zur Sendungsverfolgung gleich mit der E-Mail, dass das Paket verschickt wurde.

Während man zuvor, unwissend wo es steckt oder stecken bleibt, das Klingen des Paketboten an der Haustür erwartet hat -- oder den Zettel dass es Nebenan abgegeben wurde -- ist man nun aktueller und informierter. Und mit solchen Erfindungen wie der PACKSTATION auch unabhängiger. Der große Fortschitt? Vermutet man?. Doch mit der Sendungsverfolgung und der PACKSTATION entstehen auch neue Fragen. Und letztlich, wenn sich der Schein gelegt hat, bleibt womöglich nur das Warten auf das Klingeln an der Tür.

How to translate Martin Heideggers?

In order to write scientific abstracts concerning the philosophy of existence I always come up agains translating some of the basics concepts of Martin Heideggers philosophy to english. One of the central aspects of his existential ontology is the contrast between the Eigentlichkeit and the Uneigentlichkeit of the Dasein. These terms are usually translated as authenticity and inauthenticity -- but this seems improper to me. Sanford Krolick exactly meets the point:

It is interesting to note that Heidegger himself never uses the common German terms authentisch and Echtheit, which were available to him in the language of the day (Link).

Heidegger could have called it authentisch but he chose a word with the root eigen which means own. Nevertheless authenticity seems to be the common translation and one can not constantly use German terms in English abstracts...

Eindrücke von der PLEConf 2012 in Aveiro

Heute endete in Aveiro/Portugal die PLEConf 2012, die Konferenz zu Personal Learning Environments. Seit Mittwoch wurden personalisierte Lernumgebungen in Workshops, Vorträgen und Sessions diskutiert. Spannend an der Konferenz ist, dass sie passend zum Thema als Unkonferenz gestaltet ist. Ähnlich wie sich PLEs von den VLEs und LMSs abgrenzen, ohne dass neben einigen durchaus zentralen Aspekten im Detail so klar ist, wie ein PLE eigentlich aussieht, so ist auch die Unkonferenz alles andere als ein Folge von Vorträgen. Alle Sessions sind anders gestaltet: manchmal gibt es wechselnde Diskussionen in Kleingruppen, manchmal Sokratische Gespräche, manchmal Speeddatings usw. An Inspiration und Kreativität hat es in den letzten drei Tagen nicht gemangelt.

Existenzphilosophie und Pädagogik

Mit großem Interesse lese ich zur Zeit einige Artikel über das Verhältnis von Existenzphilosophie und Pädagogik in Deutschland. Wer sich mit dem Thema beschäftigt wird schnell merken: sehr groß ist der Einfluss der deutschen Existenzialisten auf die Pädagogik nicht gewesen. Eher das Gegenteil ist der Fall: Es gibt zwar ein paar Ansätze, man könnte es im Großen und Ganzen aber auch als ein Ignorieren der Existenzphilosophie durch die Pädagogik beschreiben. Das ist sehr spannend, zumal ich bisher der Meinung war, dass Philosophinnen und Philosophen, die aus der Existenz des Menschens heraus argumentieren, viele Kategorien ansprechen, die pädagogisch sehr relevant sind. Es handelt sich z.B. um Autonomie, Freiheit, Subjektivität, Authentizität und Wahl/Entscheidungen etc.

Thoughts about organising academic conferences with Drupal

Some years ago we started developing the Drupal Conference module at the University Duisburg-Essen. This effort grow out of the need to organise a moodle conference. The module was first designed to work with Drupal 4.7. At this time, the only module offering the ability to create customized node types was Flexinode -- today there is Content Construction Kit. Also the Workflow module wasn't there. So this version of Drupal is long ago and things have changed. Of course there is still a need for a simple and tailored module to organise conferences with Drupal. But I would like to encourage opening ones mind that Drupal today offers modules which can be used to construct a similar functionality. Especially if one has requirements not served by the Conference module this can show that Drupal is a very flexible content management system that easily can be customized to different needs. Of course this effort requires more knowledge of Drupal in detail -- or can be a reason to learn it.

PC-gestützte Online-Prüfungen

In den vergangenen Tagen hatte ich die Gelegenheit, die (relativ) neu eingerichtete PC-Hall der Universität Duisburg-Essen zu besichtigen. Dieser Raum ist speziell zur Durchführung PC-gestützter Prüfungen präpariert ist. Während ich die Abschlussprüfung in meinem Magister-Studium noch ganz klassisch mit Stift auf Papier geschrieben habe, erleben hier zahlreiche Studierende eine andere Form der Prüfung. Je mehr das Internet und digitale Medien zur Vermittlung von Lehrinhalten eingesetzt werden und je mehr sich digitale Kommunikation über das Internet in der Alltäglichkeit verbreitet, desto mehr rückt natürlich auch die Frage in den Fokus, wie dieser Entwicklung angemessene Formen des Prüfens aussehen.

Gemeinschaften, Gruppen und Kreise

Seit Google+ online ist, ist ein neues Wort für soziale Gemeinschaften wieder populär geworden: Cirles. Google wählt damit einen Begriff, der sich deutlich von den Friends bei Facebook unterscheidet. Eine Friend ist demnach immer eine Einzelperson, während ein Circle eine Menge von Personen ist. Der Fokus verrückt also. Außerdem ist ein Circle natürlich auch eine geometrische Figur und kann daher treffend visualisiert werden. In Drupal, einem "social" CMS, erlebt die Begriffskombination "organic groups" eine Konjunktur.

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