Weblog von Tobias Hölterhof

Google Books für die Rekonstruktion klassischer Kommentare -- oder: Schopenhauer liest Leibniz

Die Google-Buchsuche findet zu mancher Suchanfrage eine Vielzahl von sehr alten Büchern, die Google in seinem Digitalisierungsprojekt einscannt. Besonders wenn es um wissenschaftliches Arbeiten mit dem Nachlass klassischer Autoren geht, sind diese alten Bücher sehr wertvoll. In den letzten Monaten habe ich das an einem Beispiel erfahren.

Zu Arthur Schopenhauer gibt es von Arthur Hübscher eine Ausgabe seines handschriftlichen Nachlasses, in dem die Bücher seiner privaten Bibliothek aufgeführt sind. Hübscher hat diesem Katalog einen eigenen Band gewidmet und alle Randnotizen, die Schopenhauer in seine Bücher gekritzelt hat, mit Seitenzahl wiedergegeben. Daraus geht z.B. hervor, dass Schopenhauer eine Ausgabe der Theodizee von Gottfried W. Leibniz besaß, die Johann Eduard Erdmann im Jahr 1840 herausgegeben hat. In diese Ausgabe schreibt er auf Seite 555 die Bemerkung:

Google-Chrome für Linux

Google bietet eine erste Entwickler-Version des Webbrowsers "Chrome" für Linux an: hier kann man das Paket für Debian und Ubuntu herunterladen. Diese Version als Beta-Version zu bezeichnen wäre noch etwas früh: in meinen Test ist sie mehrmals abgestürzt. Allerdings sind einige Features dieses Webbrowsers schon nutzbar: so kann man z.B. einen "Application Shortcut" auf dem Desktop oder im Startmenü erstellen, der dann etwa Google Docs in einem eigenen Fenster öffnet.

Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklungen von Google-Chrome, insbesondere auch das gleichnamige Linux-Betriebssystem...

Anekdote aus Südfrankreich

Im Süden Frankreichs liegt die kleine Gemeinde Duilhac-sous-Peyrepertuse. Es ist ein gemütlicher und verschlafener Ort unmittelbar in der Nähe der mächtigen Burgruinen des Château de Peyrepertuse. Die Burg wurde von den Katharern erbaut und liegt in 800 m Höhe. Die Burgmauern und -türmen sind so dicht an den Steilhang gemauert, dass kaum zu erkennen ist, wo der Fels in das Gemäuer übergeht. Es bietet sich von dort ein atemberaubender Blick über das Gebirge.

Moovida: Open Source Media Center

Nach langer Entwicklung und Namensänderung ist nun endlich die Version 1 des Media Center Moovida, ehemals "Elisa", fertig. Zur Zeit gibt es sowohl eine Version für Windows (XP, Vista und 7) als auch eine für Linux zum herunterladen. Eine Mac-Version soll folgen.

An Moovida gefällt mir vor allem, dass es eine "leichte" Anwendung ist. Die Entwicklung von Media Centern wuchert häufig in ein immens umfangreiches Projekt aus, die nur selten noch als "Programm" bezeichnet werden können. Sie gleichen eher ganzen Distribution oder Betriebssystemen. Ein Beispiel dafür ist LinuxMCE. Auch das bekannte MythTV finde ich bereits zu umfangreich: es benötigt u.a. einen eigenen Datenbank-Server und ist sehr umständlich in der Konfiguration. Moovida hingegen ist deutlich anspruchsloser in den Voraussetzungen.

Philosource: Philosophische Literatur im Internet

Wer sich schon einmal wissenschaftlich mit Friedrich Nietzsche auseinandergesetzt hat, dem werden die folgenden Abkürzungen wahrscheinlich bekannt sein: KSG, KGW, KGB. Sie stehen für diverse Ausgaben der Schriften Nietzsches. Im Internet findet sich nun eine neue Abkürzung: "eKGWB". Das kleine "e" am Anfang der Abkürzung ist ja bereits aus anderen Kontexten bekannt und weist auf das Internet hin. Entprechend bezeichnet "eKGWB" bei Nietzsche Source die neue digitale Gesamtausgabe Werke und Briefe abgekürzt.

Drupal 5: Customize RSS-Feeds with Views

As far as I found out, drupal 5 does not provide an easy way to offer customized rss feeds. The Views RSS modules features a page view as rss feed, but the feed it generates does not include the fields of a view. The feed rather contains the title and a link to the corresponding note for every item. A first attempt to improve the rss page view is made here, but until now no module has been written to implement a new view style plugin. So I took the the code snippet and included it in a drupal 5 module with some improvements.

The new module View List RSS offers the following features:

Gemeinsam Mind-Maps erstellen mit Cmap (aktualisiert)

Cmap ist ein Programm zum Erstellen von Mind-Maps. Das Programm unterstützt dabei nicht nur das Erstellen, Abspeichern und Exportieren einer Mind-Map auf dem eigenen Rechner. Das Besondere an Cmap ist, dass man über das Internet gemeinsam Mind-Maps erstellen kann. Die Bearbeitung einer Gedankenkarte mit mehreren Teilnehmenden erfolgt synchon, d.h. Änderungen sind sofort sichtbar und durch das Anzeigen von Namen und verschiedenfarbige Rahmen ist auch erkennbar, wer gerade was bearbeitet. Das Programm bietet außerdem Funktionen zur synchronen und asynchronen Kommunikation. So kann man während der Bearbeitung miteinander chatten oder an ausgewählten Knotenpunkten Foren einfügen, in denen man Nachrichten hinterlassen und auf Nachrichten antworten kann.

Warum ist Metaphysik so merkwürdig?

Gestern war ich auf dem 3. Doktorandenkolloquium der Schopenhauer Forschungsstelle an der Universität Mainz. Ich hatte die Gelegenheit, mein Dissertationsvorhaben vorzustellen und zu diskutieren. Es war trotz der Hitze eine sehr konzentrierte und interessierte Atmosphäre, so dass sich meine Vorbereitungen in der vergangenen Woche gelohnt haben. Spannend ist es, in welcher Breite über Schopenhauer geforscht wird, sowohl hinsichtlich der Disziplinen als auch der Fragestellungen.

Darf sich ein Computer selbst neustarten?

Ein unscheinbarer Hinweis verborgen hinter anderen Fenstern kündigt bei Windows Vista an, dass sich der Rechner in 5 Minuten neu starten wird. Vorausgegangen ist z.B. das automatische Herunterladen von Aktualisierungen aus dem Internet. Die Zeit zählt runter und ohne eine Einwilligung des Nutzenden abzuwarten startet sich schließlich der Rechner neu. So ist das frisch installierte Windows Vista konfiguriert -- sozusagen als "Werkeinstellung".

Schon oft ist es mir passiert, dass dieses Hinweisfenster von anderen Fenstern verdeckt war: z.B. bei einer Skype-Sitzung oder einer Präsentation. Dann kommt es vor, dass der Rechner plötzlich und unvorhergesehen eine Neustart durchführt. Bestimmt kann man dieses Verhalten in den Einstellungen umkehren (ich habe die Einstellung zwar noch nicht gefunden, möchte aber Microsoft nicht unterstellen, sie nicht vorgesehen zu haben). Ich halte aber diese Voreinstellung dennoch für eine unmenschliche Konfiguration von Windows Vista. Man könnte es fast schon als einen Bug bezeichnen. Der Neustart eines Desktop-Rechners sollte immer durch eine Aktivität des Nutzenden bestätigt werden.

Twitter: Gedanken über die Kürze

Seit wenigen Tagen bin ich nun auch Mitglied der zwitschernden Community. Ich habe so lange gewartet, weil ich nicht ganz verstehe, warum plötzlich Twitter so populär ist. Warum soll ich noch einem Nachrichtendienst Aufmerksamkeit schenken, neben ICQ, Skype, E-Mail? Warum ist es schick, sich selbst beim Bloggen auf 140 Zeichen zu beschränken? Man könnte doch so viel schreiben... (bei Twitter wäre hier schon lange Ende!) Es erscheint mir, als hätte die SMS ihren Einzug ins Internet gefunden. Twitter und SMS liegen auch nicht weit auseinander: Bei der Anmeldung zu Twitter wird man nach seiner Handy-Nummer gefragt, um Tweets per SMS absenden zu können.

Seiten

Subscribe to RSS – Weblog von Tobias Hölterhof