Weblog von Tobias Hölterhof

Mallorca

Bisher hat mich der Ruf dieser Baleareninsel immer davon abgehalten, sie wirklich einmal zu besuchen. Für lange im Vorfeld geplante Urlaube war Mallorca für mich nicht wirklich eine Option. Wenn wir uns nicht aufgrund der schlechten Wettervorhersage entschieden hätten, die geplanten Erholungstage in Deutschland umzudisponieren, hätte ich Mallorca wahrscheinlich noch immer hautsächlich mit Bildern aus S'Arenal assoziiert.

Diaphora und Adiaphora

Schon in seinen frühen Schriften, nämlich seiner Dissertation über die "Beziehungen zwischen den logischen und dem ethischen Prinzipien", stellt Max Scheler fest, dass ihm die stoische Unterscheidung der menschlichen Angelegenheiten in Diaphora und Adiaphora -- in sittlich relevante und sittlich gleichgültige Dinge -- eine Verkürzung des Reichtums menschlichen Lebens darstellt. Dazu muss man Wissen, dass in der Stoa die Adiaphora im allgemeinen deutlich "unfassender" ist, wenn man das so sagen darf: sie umfasst Schönheit, Reichtum, auch Gesundheit etc. Dies alles ist sittlich nicht wichtig und sollte uns nicht vom eigentlich Guten ablenken, nämlich der Tugend.

Faksimile von Schopenhauer online

Anscheinend bin ich nicht mehr up to date! Ich warte noch immer darauf, dass die Kollegen im Kierkegaard-Forschungszentrum endlich den nächsten Satz an Kierkegaard-Tagebüchern auf www.sks.dk online stellen. Die Bücher NB29 & NB30 habe ich nun glücklicherweise über die Universitätsbibliothek erhalten. Aber sie sind eigentlich schon seit Herbst 2008 erschienen -- und noch immer nicht online? Die beiden Bücher sind so interessant, weil in ihnen die Aufzeichnungen Kierkegaards später und höchst verwunderlicher Schopenhauer-Rezeption zu finden sind. Beim Nachsehen, ob die Bücher nun online sind, stolpere ich über ich über eine ganz andere Meldung: Schopenhauers handschriftliche Manuskripte wurde als Faksimile online gestellt: www.schopenhauersource.org. Das Projekt hört sich vielversprechend an: Auch seine Werke sollen folgen.

Erhöhtes Fahrgastaufkommen

Die Erklärungen der Deutschen Bahn für die zahlreichen Verspätungen im Nahverkehr zeigen immer wieder, wie praktisch und aktuell die Philosophie der Erklärung sein kann. Diesmal eine (im Vergleich zum letzten Mal) sehr informative Aussage: "Wegen erhöhtem Fahrgastaufkommen hat Zug XX eine Verspätung von YY Minuten". Bei dieser Erklärung erscheint es als ausgeschlossen, dass etwas durch sich selbst erklärt wird.

Die Brisanz dieser Erklärung besteht jedoch in der Frage, ob das erhöhte Fahrgastaufkommen eine notwendige oder eine hinreichende Bedingung für die Verspätung ist:

Wie dreht man PDF-Dateien?

Es muss ja einmal ausgesprochen werden: meistens haben Linux-Benutzer eine gewisse Sympathie gegenüber der Tatsache, dass man die Dinge auch über eine Kommandozeile anstatt mit Mausklick machen kann. Es liegt auch eine gewisse Ästhetik darin, Bash-Befehle bis in die hundertste Iteration ineinanderzuschachteln um schließlich eine einzige Befehlszeile zusammenzubauen, die morgens gleichzeitig den Tee-Timer setzt, RSS-Feeds aggregiert und noch den Posteingang vom Spam reinigt. Versuchen Sie das mal mit Ihrer Maus!

Nun braucht man manche Befehle seltener, andere häufiger und erstere vergisst man natürlich schneller. Nach dem Motto cat /dev/brain möchte ich nun beginnen, sozusagen auch als eigene Gedankenstütze, diese zu bloggen. Den Anfang macht die Frage: Wie kann man eigentlich PDF-Dateien drehen?

Dazu muss das PDF-Toolkit installiert sein, also das Paket "pdftk" unter Ubuntu. Die Befehlszeile lautet:
pdftk in.pdf cat 1-endS output out.pdf
Dabei ist "in.pdf" die Eingabedatei, "out.pdf" die Ausgabedatei und das "S" unmittelbar hinter dem "1-end" gibt die Rotation an. Anstatt einer Gradzahl gibt man hier Himmelsrichtungen an:

Die Zukunft ist schwarz!

Wer die neue Kubuntu-Version 8.10 installiert, sieht schwarz! Die unter dem Codenamen "Intrepid Ibex" geführte Version kommt nämlich mit KDE 4 daher, welches in schwarzer Optik eine neue Desktop-Philosophie umsetzt, so in etwa versteht sich der neue Plasma-Desktop. Auslöser für diese Veränderung ist die Beobachtung, dass sich der Desktop unserer Rechner seit 1984 nicht wesentlich verändert hat. Grob gesagt folgt die KDE damit einer Entwicklung, die auch Windows Vista durchmacht: dort gibt es eine Sidebar mit sogenannten "Minianwendungen". Während bei Windows hingegen der gesamte übrige Desktop weiterhin eine Ablage für Ordner und Dateien ist, packt die KDE diese Ablage auch in eine "Minianwendung". Fortan hat man einen transparenten Rahmen auf dem Bildschirm mit dem Titel "Arbeitsplatz", in dem die Dateien und Ordner erscheinen, die man zuvor auf dem gesamten Desktop verteilt hat.

Das Ende der Drucker Community?

Eine der meistbesuchten Seiten in meinem Blog ist die Canon-IP4200-Umbauanleitung, schon einige Male verlinkt aus diversen Foren. Unter dieser Umbauanleitung tummeln sich auch die meisten Kommentare. Nun muss ich leider mitteilen: Mein Canon-Drucker ist schon seit einigen Tagen über E-Bay verkauft -- und zwar mit defektem Druckkopf. Und um ehrlich zu sein: Der Drucker hat mich in der letzten Zeit auch viele Nerven gekostet. Der Patronenkauf besonders von alternativen Patronen ist durch die Chips so kompliziert geworden: Händler schreiben nicht dabei, ob sie Patronen mit oder ohne Chips verkaufen und immer wieder meldet der Drucker leere Patronen und man muss die Tintenkontrolle deaktivieren. Schließlich ist der Druckkopf eingetrocknet und beim Versuch ihn wieder zu reaktivieren habe ich ihn schließlich zerstört. Ein neuer Druckkopf ist beinahe so teuer wie ein neuer Drucker. Die Preisrelationen stimmen da nicht so ganz...

How to print using LevelOne Wireless WPS 9122 Printer Server with Ubuntu?

After some tries and google searches I found a way to use the wireless printer server from LevelOne in Ubuntu. The following problems are known concerning this server especially in Ubuntu 8.04:

  • The printer stops printing after a half or one page.
  • Printer jobs do remain in the printer queue after the printing is completed and the job is printed again after the next boot of the computer.
  • Some people have trouble installing the corresponding network printer.

To install the server you must pay attention that you choose a "LPD network printer" to be installed, and no IPP printer or other kinds of network printers. Even if the printer works perfect with IPP on Windows you will run into trouble with that protocol on Ubuntu. Then enter the IP address of your printer server as the host address and "lpt1" as the queue. If you use the actual version 8.04 of Ubuntu, there is a bug concerning LPD network printers and without a little workaround you won't even be able to print a testpage:

Eindrücke von der ECER aus Göteborg

Heute geht die ECER 2008 hier in Göteborg zu Ende. Bevor ich hier angekommen bin hatte ich keine Vorstellung davon, wie groß diese Konferenz ist. Zum Glück habe ich mich bereits am Dienstag Abend registriert. Am Mittwoch -- dem eigentlichen Beginn der Konferenz -- hätte das Stunden gedauert. Den Anspruch, "alles" zu besuchen, sollte man hier erst gar nicht haben: Es finden 40 Sessions gleichzeitig über mehrere Standorte in der Innenstadt statt!!!

Tivoli und Phantasialand:Kann man das vergleichen?

In der letzten Woche war ich das erste Mal im Kopenhagener Tivoli. Sally O'Brian (die bereits erwähnte Autorin meines Reiseführers) beschreibt ihn als "entertainment park" und da liegt ein Vergleich mit dem mir bestens vertrauten Phantasialand natürlich nahe. Ich konnte beinahe keine Attraktion besuchen, ohne sie nachträglich in Phantasialand-Kategorien einzuordnen: So ist etwa "Minen" (Attraktion M im Tivoli-Plan) eine Mischung aus Hollywood-Tour und Silbermine. Aber je länger ich im Tivoli war -- man sollte sich schon ein paar Stunden Zeit nehmen -- desto mehr begann ich zu zweifeln, ob man diese beiden Parks überhaupt vergleichen kann? Die Dänen werden diesen Blog-Eintrages wahrscheinlich schon wegen des Titels indizieren. Den Tivoli gibt es in Kopenhagen nämlich seit 1843 und er ist ein unvergleichbares Nationalsymbol.

Seiten

Subscribe to RSS – Weblog von Tobias Hölterhof