EARLI 2015

Beitrag: 
Encounter to one another? The impact of peer feedback to the connectedness of learners in online forums of higher education courses

As a modern understanding of Bildung, investigations in philosophy of education foster the experience of encounter to explore human plurality (Wahlström 2010; Biesta 2002). As a way of applying these general educational issues in the realm of online communication and higher education, this empirical study considers peer feedback assignments as enabling structures of encounter.

Supernerds

Die Theatervorstellung "Supernerds" im Schaupielhaus Köln ist ungewöhnlich und macht nachdenklich. Es beginnt schon damit, dass alle Theaterbesuchenden gebeten werden, ihr Handy anzulassen und sich mit dem Supernerd-WLAN zu verbinden. Dann klingelt ständig das Handy, aber das sind keine Störungen, sondern gehört zum Theater. Ich habe z.B. einen Anruf von Julian Assange aus London erhalten. Assange spielt auch mit, aber nur als Hologram.

Vor dem Besuch des Theaterstücks war mir gar nicht die Tragik bewusst, das die deutsche Sprache kein Wort für das äußerst moralische Phänomen des "Whistleblowing" hat. Dabei ist dieses Phänomen eine moderne Form ethischer Skrupel. Und das damit angesprochene Thema, welches sich zwischen Freiheit und Verdammung bewegt, ist äußerst prekär. Immerhin sind die vermeindlich "Verratenen" sich bei weitem keiner Schuld bewusst, ganz im Gegenteil!

So wühlt das Theaterstück innerlich auf. Hinzu kommen die dokumentarischen und aufklärenden Episoden, in denen die modernen Überwachungsmöglichkeiten vorgeführt werden. Und selbst das Ausschalten der Geräte erscheint als Wirkungslos.

Wenden in den Geistes-, Sozial-, und Kulturwissenschaften

Wenden im Denken sind eine durchaus typische Bewegung, eine fast sportliche Anstrengung, die in der wissenschaftlichen Forschung mitunter eine Kehre in Methoden, Ansichten und Gegenständen bewirkt. Diese Figur explizit in einer Tagung zu thematisieren und damit ins Bewusstsein zu heben ist eine sehr spannende Idee, die zum Ausdruck bringt, dass die doch so oft gerne linear simplifizierten Bewegungen des Denkens letztlich komplexer und chaotischer sind. In der sehr schönen Umgebung des Schloss Wahn in Köln haben die Organisatorinnen und Organisatoren der Tagung so eine sehr anregende Athmosphäre geschaffen. Vielen Dank dafür!

Beiträge aus ethnologischer, sinologischer, künstlerischer, pädagogischer und philosophischer Perspektive stellen vielfältige Veränderungen dar, bei denen der Begriff "Wende" durchaus nicht unkritisch angewendet werden kann. Es lohnt sich einen Blick in die Abstracts zu werfen!

Jesus der alte Vegetarier

Eine Parodie des Johannesevangeliums:

In einem Konsumtempel in der Feinschmecker-Abteilung treibt sich Jesus herum, nachdem er von seiner Mutter bei einer Party gedrängt wurde, aus dem abgestandenen Wasser Wein zu machen ("Was habe ich mit Dir zu schaffen, Weib?", Joh. 2, 4). Zum Glück wurden vor kurzem die Öffnungszeiten verlängert. Da entdeckt er die Fleisch-Abteilung und gerät in Rage...

Stand clear of the doors!

(Foto: Sam Howzit) Das Wort "clear" verbinde ich mit dem aufgeräumten Bildschirm eines Basic-Interpreters oder einer Kommandozeile. Wie ein weißes Blatt Papier führt dieser Befehl zu Ordnung und Sauberkeit, indem er den Bildschirm löscht. Auf den Button "clear" drückt auch die Mitarbeiter/in von Security-Team am Flughafen, wenn keine verdächtigen Gegenstände auf dem Bildschirm des Scanners zu sehen sind. "Clear" beendet also das Gewesene und macht Platz für Neues. Für einen Moment wirkt alles wieder transparent und klar, wie etwa ein "clear sky".

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