Köln

Wo genau liegt „klein Istanbul“?

Eine Studie an der Universität Duisburg-Essen untersucht kulturelle Stereotypen am Beispiel von Lehramtsstudierenden und findet heraus, dass Türken generell negativ bewertet werden. Eine alte Frau, die ich auf der Straße in einem ruhigen Kölner Wohnviertel angesprochen habe, macht das offensichtlich auch. Sie äußert sich besorgt über den Zuzug türkischstämmiger Mitbürger. Sie sagt, es sei hier ja fast wie in „klein Istanbul“. Ich möchte einen konstruktiven Beitrag angesichts dieser negativen Vorurteile leisten und schlage vor, dem Vergleich von Köln mit Istanbul als „klein Istanbul“ weiter nachzugehen.

Das richtige Istanbul wurde gute 500 Jahre vor Köln gegründet und hat ebenfalls wie Köln römische Wurzeln. Beide Städte haben somit auch römische Stadtmauern, über die sie im Laufe der Geschichte hinausgewachsen sind. Istanbul liegt in Europa, zumindest teilweise. Immerhin war Istanbul im Jahr 2010 eine „Kulturhauptstadt Europas“. Köln hat das nicht geschafft, obwohl es ganz in Europa liegt.

Der nackte Wahnsinn im Kölner Schauspielhaus

Für mich lebt Theater oft aus dem Augenblick. Hier gibt es keine Repeat-Tasten, keine Wiederholungen und Schnappschüsse als Souveniers. Um so schöner ist es dann, wenn diese Augenblicklichkeit nicht nur das Stück, sondern auch den Abend und die Umgebung erfüllt. Theaterstücke können derart überschwappen, so dass die Grenzen zwischen Improvisation und Aufführung, zwischen Bühne und Publikum verschwimmen. Bei der gestrigen Aufführung von ¨Der nackte Wahnsinn¨ im Kölner Schauspielhaus -- welches ja zur Zeit im Schanzenviertel überwintert -- fügten sich diese Facetten zu einem sehr schönen Gesamtgefüge zusammen.

Eine rechtsrheinische Gürtelbahn für Köln

Nachdem im Rahmen der "Rechtsrheinischen Perspektiven" Visionen bezüglich einer rechtsrheinischen Schwebebahn durch die Stadt geistern, ist wohl jetzt der beste Zeitpunkt, meine Ideen zu einer rechtsrheinischen Gürtelbahn in Netz zu bloggen. Also ich habe schon vor einiger Zeit damit begonnen, ein Konzept für eine rechtsrheinische Gürtelbahn in Köln auszuarbeiten. Hier einige Haltestellen, die ich mir schon überlegt habe:

Über den Dächern von Köln

Ein ganz besonderes Erlebnis ist die Führung "Über den Dächern von Köln", bei der man sehr beeinduckende Winkel vom Kölner Dom einsehen kann. Ich war bereits mehrmals in und auch auf dem Dom, doch diese Führung kannte ich noch nicht und sie hat mich begeistert! Im Unterschied zur "normalen" Dombesteigung handelt es sich hiebei um eine geführte Besichtigung, die schon sehr abenteuerlich beginnt: Anstatt eines massiven Trepenhauses betritt man einen Aufzug der Dombau-Mitarbeiter, der durch eine Gerüstkonstruktion neben dem Dom in die Höhe steigt: so ganz ohne feste Wände.

Die Führung verläuft dann weiter auf luftigen Gerüsten um den Dom herum. Es ist wirklich sehr beeindruckend von oben auf das Geflecht gotischer Stütz- und Strebepfeiler herabzuschauen, die das wesentlich aus Fenstern bestehende Domgebäude tragen. Überall hängen Gerüste und man ist den Figuren und Sandsteingebilden zum greifen nahe. Dann betritt man den Dachstuhl. Mir war bisher gar nicht klar, dass "über" der Decke des Doms noch mal eine so große Konstruktion existiert. Überall stehen restaurierte Pfleiler und Sandsteinfiguren herum; neben Werkzeugen und Seilwinden.

Köln hat ein Planetarium

Im Kellergewölbe eines Gymnasiums in Nippes findet sich Kölns einziges Planetarium. Ich war überrascht, dass es in Köln eine solche Einrichtung gibt und nach meinem ersten Besuch dort bin ich noch immer sehr beeindruckt!

Das Planetarium zieht sich in mehreren Gänge und Räume durch den Keller. Zahlreiche Plakate, Abbildungen und Grafiken finden sich an den Wänden. Außerirdische Musik ertönt aus Lautsprechern. Alte Computer stehen herum. Wenn man beim Betreten nicht wüsste, dass es sich um ein Planetarium handelt, könnte man meinen, es sei ein Museum für alte Lernprogramme zum Thema Astronomie. Modelle von Teleskopen können über Tasten gedreht und gewendet werden. Das alles fügt sich zusammen zu einer unkonventionellen aber äußerst originellen Optik. Diese ist zwar einige Lichtjahre vom State-of-the-Art entfernt, ist aber eben darin sehr souverän und zeigt, dass diese Lichtjahre in kosmischen Dimensionen kaum der Rede wert sind.

Das Planetarium ist mein Geheimtipp! Einmal die Woche gibt es dort eine Führung.

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